 |
Max Planck, Physiker (1858-1947):
Eine neue (wissenschaftliche) Wahrheit pflegt sich nicht in
der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als bekehrt erklären,
sondern vielmehr dadurch, daß die Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende
Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht wird.
|
|
| |
George Bernard Shaw, irischer Dramatiker (1856-1950):
Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt,
ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle
anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch
heute noch.
|
 |
 |
S. J. Lec (1906-1966):
Keine Schneeflocke in der Lawine
wird sich je verantwortlich fühlen.
|
|
| |
Jean Jacques Rousseau, schw.-frz. Phil. (1712-1778):
Die Beleidigungen sind die Argumente jener,
die über keine Argumente verfügen.
|
 |
 |
Bertrand Russel Philosoph u. Mathematiker (1872-1970):
Die Tatsache, daß eine Meinung weithin geteilt wird,
ist noch lange kein Beweis dafür, dass sie nicht absolut absurd ist.
|
|
| |
Albert Einstein, Physiker (1879-1955):
Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung
abweichende Meinungen gelassen auszusprechen; die meisten sind sogar unfähig, überhaupt
zu solchen Meinungen zu gelangen.
|
 |
 |
Kurt Tucholsky Schriftsteller u. Journalist (1890-1935):
Erfahrung heißt gar nichts. Man kann
eine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.
|
|
| |
Manfred Rommel, Politiker (1928):
Toleranz wird oft mit Meinungslosigkeit verwechselt.
Aber nicht der Meinungslose ist tolerant, sondern der, der eine Meinung hat, aber es anderen zubilligt,
eine abweichende Meinung zu haben und diese auch zu sagen.
|
 |
 |
Victor de Kowa (1904-1973):
Ein Vorurteil ist ziemlich sicher daran zu erkennen,
daß man sich in seiner Begründung ereifert.
|
|
| |
Joseph Jobert (1754-1824):
Besser, man diskutiert eine Frage, ohne sie zu
klären, als sie zu klären, ohne sie zu diskutieren.
|
 |
 |
Wolfgang Herbst (1925):
Anpassung ist die Stärke des
Schwachen.
|
|
| |
Martin Kessel (1901-1990):
Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, daß
man recht haben und ein Idiot sein kann.
|
 |
 |
Aldous Huxley, Schriftsteller (1894-1963):
Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den
lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.
|
|
| |
Hans Kasper (1916-1990 Realname: Dietrich Liborius Huber):
Mit Fanatikern zu diskutieren heißt mit einer gegnerischen Mannschaft
Tauziehen spielen, die ihr Seilende um einen dicken Baum geschlungen hat.
|
 |
 |
Matthias Claudius, Schriftsteller (1740-1815):
Die Freiheit besteht darin, daß man
alles tun kann, was einem anderen nicht schadet.
|
|
| |
Bertrand de Jouvenel (1903-1979):
Eine Gesellschaft von Schafen muß mit der
Zeit eine Regierung von Wölfen hervorbringen.
|
 |
 |
Oliver Hassencamp (1921-1988):
Immer wieder behauptete Unwahrheiten werden nicht zu
Wahrheiten, sondern was schlimmer ist, zu Gewohnheiten.
Seit Jahrhunderten beklagt jede Generation
den Verfall der Umgangsformen. Was müssen die Menschen einmal nett zueinander
gewesen sein!
|
|
| |
Thomas Carlyle, Schriftsteller u. Philosoph (1795-1881):
Konformismus: die kollektive Weisheit individuellen
Unwissens.
|
 |
 |
Sören Kierkegaard, Philosoph (1813-1855):
Je mehr Leute es sind, die eine Sache glauben, desto
größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Ansicht falsch ist. Menschen, die Recht haben,
stehen meistens allein.
|
|
| |
Gabriel Laub (1928-1998):
Leute, die immer nur mitfahren, sind stolz
darauf, keine Unfälle zu verschulden.
|
 |
 |
Mark Twain, Schriftsteller (1835-1903):
Immer wenn man die Meinung der Mehrheit
teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen.
|
|
| |
Heinrich Böll, Schriftsteller (1917-1985):
Das Schlimmste, das ich kenne, ist Untertänigkeit oder
der Wunsch, sich unbedingt zu unterwerfen, dieses Mitmachen, Mitlaufen, Mitsingen, Mitmarschieren und
dabei auch noch in eine peinliche Euphorie verfallen.
|
 |
 |
M. Y. Ben-Gavriel (1891-1965):
Verallgemeinerung ist die Philosophie der
Primitiven.
|
|