wasist.jpg

Im Usenet gibt es einige Fachausdrücke, deren Bedeutung sich nicht unbedingt aus dem jeweiligen Wort erschließt. Nachfolgende Liste soll Ihnen helfen, sich in der speziellen Terminologie des Usenet zurrecht zu finden. Sollten Sie einen gesuchten Begriff hier nicht finden, dann schauen Sie bitte auch in der Akronymenliste nach. Scheuen Sie sich bitte nicht, mir eine zu schreiben, wenn Sie einen wichtigen Begriff aus dem Bereich des Usenet hier vermissen.

 A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z 

 

A

 Abuse 

(engl.: Mißbrauch)
Unter Abuse versteht man das Nutzen eines Teledienstes entgegen den allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters. Die meisten größeren Anbieter von Telediensten haben eine Abusestelle, an die man Regelverstöße anderer Teilnehmer melden kann. In Usenetpostings fügen die Telediensteanbieter einen besonderen Header ein, der die zuständige Abusestelle in Form einer E-Mail-Adresse bezeichnet. Dieser Header sieht im Falle von T-Online zum Beispiel so aus:

X-Complaints-To: usenet-abuse@t-online.de

 

 Account 

(engl.: Konto)
Unter Account versteht man die Zugriffsberechtigung auf einen Server, den der Kunde vom Diensteanbieter (siehe: Provider) erhält.

 

 Admin 

Kurzform von Administrator. Systemverwalter in einem Netzwerk oder eines Servers der über alle Zugriffsrechte verfügt und für die Betreuung zuständig ist.
Siehe auch SysOp.

 

 Akronym 

Aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Worte gebildetes Wort. Diese Wortschöfpungen sind in der EDV (Elektronische  Daten Verarbeitung) üblich. Hier finden Sie eine Liste der gebräuchlichsten Akronmye im Usenet.

 

 ANSI 

American National Standard Institute
Satz aus 256 Zeichen (Buchstaben, Ziffern, Interpunktionszeichen und Sonderzeichen). Jedem der 256 darstellbaren Zeichen ist eine Zahl zwischen 0 und 255 zugewiesen. Der ANSI-Code wird von Windows und Windows-Programmen zur Zeichendarstellung verwendet. Nicht-Windows-Programme verwenden zur Zeichendarstellung dagegen meist den ASCII-Zeichensatz.
<www.ansi.org>

 

 ASCII 

American Standard Code for Information Interchange
Textformat, das es ermöglicht, Texte zwischen verschiedenen Betriebssystemen auszutauschen. Ein ASCII-Text enthält keine Sonderzeichen oder Formatierungen wie Fett, Kursiv, etc.

 

 Attachment 

Anlage bzw. Anhang an eine E-Mail oder einen Newsartikel. Dies können Daten wie Bilder oder Sounddateien oder auch ausführbare Programme sein. Derartige Anhänge sind in Newsgroups, die nicht explizit dafür vorgesehen sind, absolut unerwünscht.

 

 Autoresponder 

Autoresponder sind Programme, die automatisch auf eine E-Mail oder einen Newsbeitrag antworten. Wenn Sie z.B. an die Newsgroup de.alt.test einen Artikel zu Testzwecken versenden, werden Sie von einigen Newsservern automatisch generierte Antworten enthalten, die Aufschluß über die technische Konformität oder etwaige Probleme Ihrer Artikel geben.

B

 Body 

Der Teil eines Postings, der den eigentlichen Text enthält. Siehe auch: Header.

 

 Bouncing 

Bouncing (engl.: Aufprall) bezeichnet die Rücksendung einer E-Mail oder eines Newsbeitrages wegen eines technischen Fehlers.

 

 Browser 

Software zur Navigation und zur grafischen Dartsellung von Seiten des Internets. Aktuelle Browser sind z.B. der Internet-Explorer, Opera oder der Netscape Communicator.

C

 Cancel 

Das Löschen eines bereits versendeten Newsbeitrages wird als Cancel bezeichnet. Da der Autor eines Newsbeitrags i.d.R. keine Dateioperationen auf fremden Servern durchführen darf, erfolgt die Löschung dadurch, daß der Absender des ursprünglichen Beitrages einen Steuerbefehl, den sog.  Cancelrequest , an den Server sendet, der ihn veranlaßt, die Nachricht zu löschen. Dieser Steuerbefehl wird vom Server wie ein gewöhnliches Posting an alle angeschlossenen Server weiterverteilt (vgl.: feed), so daß die Nachricht im Idealfall auf allen Servern gelöscht wird. Cancels wirken sich nicht auf Artikel aus, die von einem Leser bereits abgerufen wurden und lokal auf dem eigenen Rechner gespeichert sind.

Ob ein Cancelrequest zulässig ist, prüft die Software des Servers anhand der identischen E-Mail Absenderadresse von Cancelrequest und dem zu löschenden Beitrag. Dieses einfache Prüfverfahren ermöglicht es jedoch, daß andere Teilnehmer die Absenderkennung fälschen und auf diese Weise Beiträge löschen, die sie nicht selbst geschrieben haben. Das Löschen fremder Beiträge nennt man  Fremdcanceln . Zu diesem kontrovers diskutierten Thema gibt es eine Fremdcancel-FAQ. (siehe auch cancel.htm)

 

 CC 

Carbon Copy
Die Kopie eines Newsbeitrags oder einer E-Mail an (einen) weitere(n) Empfänger. Die Adressaten sind für jeden Empänger sichtbar. Der Begriff stammt aus den Zeiten, als noch mit der Schreibmaschine geschrieben wurde. Damals wurden Kopien erstellt, indem man Kohlepapier benutzte.

 

 Charta 

Für jede Newsgroup existiert eine sogenannte Charta. In dieser Charta sind Details über Themenspektrum und Nutzung der Gruppe festgehalten. Eine Liste der Newsgroups incl. der Chartas findet sich unter <http://userpage.fu-berlin.de/~ram/pub/charta_frscm4/faq> .

 

 Client 

Siehe Newsreader

 

 Community 

Zusammenschluß von Netzteilnehmern zu einer virtuellen Gemeinschaft im Use- oder Internet.

 

 Crossposting 

Siehe: X-Post

D

 DeNic 

Organisation, die für die Domainvergabe für neue Websites zuständig ist. Siehe auch: Domain.
<http://www.denic.de>

 

 DNS 

Abkürzung für Domain Name Service. Im Internet hat jeder angeschlossene Computer einen vierteiligen Zahlencode, die sogenannte IP-Adresse (z.B. 178.35.90.212). Weil diese Zahlen schlecht zu merken sind, gibt es den Domain Name Service. Dieser Service übersetzt mittels einer Datenbank die leicht zu merkenden Domain-Namen (wie z.B. www.realname-diskussion.info) in die entsprechende Zahlenkombination des Servers, so daß man sich die IP-Adressen nicht merken muß. Der Nutzer bemerkt von der Übersetzung nichts, da sie automatisch abläuft.

 

 Domain 

Letzter Teil einer Server-Adresse (nach dem letzten Punkt). Die Domains stehen sowohl für Ländernamen, wie z.B. ".de" für Deutschland oder ".at" für Österreich, aber auch für bestimmte Bereiche wie ".com" für commercial oder ".info" für information.

 

 Domain-Name 

Der Teil einer Internetadrese, der dem "http://www." oder "http://" folgt und durch ein "/" abgeschlossen wird. In der Internetadresse http://www.realname-diskussion.info" ist "realname-diskussion" der Domain-Name und "info" die Domain.

 

 DSA 

Digital Signature Standard
Standard zur sicheren Identifizierung des Absenders einer Nachricht in Netzwerken.

E

 ECP 

Excessive Cross Posting
Das Crossposten (vgl.: X-Post) eines Artikels in unverhältnismäßig viele Gruppen. Der Beitrag existiert physikalisch zwar nur einmal, wird aber in allen Newsgroups angezeigt,die im Header  Newsgroups  aufgeslistet sind.

 

 Emoticon 

Kunstwort aus Icon und Emotion. Ein Emoticon ist ein aus ASCII-Zeichen zusammengesetztes Symbol, mit dem ein Teilnehmer einem Kommunikationspartner seinen Gemütszustand übermittelt. Das bekannteste Emoticon ist der Smiley, der das Lachen symbolisiert:  :-) 

 

 EMP 

Excessive Multiple Posting
Das Posten (vgl.: Multipost) inhaltlich gleicher Artikel in unverhältnismäßig viele Gruppen.

 

 Expire 

(engl.: ablaufen, verfallen, verslöschen)
Da der Speicherplatz auf den Newsservern i.d.R. begrenzt ist, werden ältere Beiträge nach einer gewissen Zeit automatisch durch ein Programm gleichen Namens (Expire) gelöscht. Die Zeit bis dahin, die je nach Server individuell unterschiedlich ist, nennt man Haltezeit. Man kann die Haltezeit auf dem Server verlängern, indem man seinen Beitrag mit dem Header  Expires  versieht, dessen Eintrag den Zeitpunkt angibt, bis zu dem man wünscht, daß der Artikel auf dem Server erhalten bleibt. Dies ist bei regelmäßig geposteten Infotexten (vgl.: FAQ) sinnvoll, um sicherzustellen, daß dieser Text bis zum nächsten Posten verfügbar ist. Ob der Server die Anweisung befolgt, hängt davon ab, ob der Administrator des Servers diese Funktion freigegeben hat.

F

 FAQ 

Frequently Asked Questions, Häufig gestellte Fragen.
Weitverbreitete Online-Dienstleistung, die immer wiederkehrende Fragen beantwortet. FAQs sind eine gute Hilfe für Neulinge, sich selbst zu informieren, ohne die Community mit diesen immer wiederkehrenden Fragen behelligen zu müssen.

 

 Feed 

(engl.: füttern)
Usenetartikel werden weltweit verbreitet, indem die Server die bei ihnen eingehenden Artikel an andere Server weiterreichen und von anderen Servern wieder neue Artikel erhalten. Diesen Vorgang nennt man Feed.

 

 Fido 

1984 gegründetes, nichtkommerzielles und weltweites Mailbox-Netz, das nach dem Hund des Entwicklers Tom Jennings benannt wurde.

 

 Finger 

Ein Befehl mit dem sich eventuell vorhandene Daten über den oder die Benutzer eines Rechners oder eines Servers abfragen lassen. Eine Finger- Anfrage an einem Kommando-Prompt sieht z.B. so aus:

$finger -l blacky@schwarz.com

Dieser Befehl kontaktiert den Finger-Daemon auf dem Server von schwarz.com. Dieser durchsucht das System und liefert z.B. folgende Informationen zurück:

Login name: Blacky In real life: Peter Schwarz
Directory: / Shell: /sbin/sh
Last login Tue May 18 19:53 on pts/22
New mail received Mon May 18 04:05:58 1997;
unread since Mon May 18 03:20:43 1997
No Plan.

 

 Flame 

Ein Flame (eng.: Flamme) ist ein unsachlicher Newsbeitrag, der einen anderen Autoren persönlich angreift, verletzt oder beleidigt. Oft werden Flames in der Hitze des Gefechts unbewußt geschrieben. Es gibt aber auch Autoren, die Flames bewußt schreiben, weil sie den jeweiligen Kontrahenten absichtlich angreifen wollen. Selbst hierfür gibt es im Usenet eine eigene Newsgroup: de.alt.flame.

 

 Followup 

Als Followup bezeichnet man eine Antwort auf einen bereits auf dem Server befindlichen Newsbeitrag.

 

 Followup-To 

Als Followup-To oder auch f'up2 bezeichnet man einen Eintrag im Header eines Newsbeitrages, der dafür sorgt, daß Antworten, die auf diesen Beitrag erfolgen in einer anderen Newsgroup erscheinen, sofern der Vefasser der Antwort die Umleitung nicht manuell verhindert.

FollowupTo Sinnvoll sind Followup-To's z.B. dann, wenn das Thema so abgeglitten ist, daß man es besser in einer passenderen Newsgroup weiterdiskutieren sollte. F'up'2s können ignoriert werden, indem der Antwortende in seiner Antwort manuell wieder die ursprüngliche oder auch eine ganz andere Newsgroup als Ziel in seinen Newsreader eingibt.

In der Praxis bietet es sich an, einen Followup-To mit einem X-Post zu verbinden. Dann erscheint der Beitrag, der den Followup-To enthält sowohl in der ursprünglichen, als auch in der neuen Newsgroup und Antworten darauf nur in der neuen Newsgroup. Dies ist die übliche Vorgehensweise, um Diskussionen in ein thematisch geeignete Newsgroup umzuleiten.

In Outlook Express werden Followup-To's gesetzt, indem man beim Antworten alle Kopzeilen zur Anzeige bringt (Menue Ansicht) und in die gewünschte neue Newsgroup in das Feld Rückantwort einträgt.

 

 Followup-To poster 

Ein F'up2p ist wie ein F'up2 ein Header, der bewirkt, daß die Antwort auf einen Beitrag nicht dort erscheint, wo der Beitrag erschienen ist. Im Gegensatz zum normalen F'up2 bewirkt ein F'up2p, daß die Antwort auf den Newsbeitrag als persönliche E-Mail erfolgt.

 

 Fremdcancel 

Siehe Cancel

G

 Gateway 

Übergang oder Überführung von Inhalten in ein anderes Computernetz.

 

 Gopher 

Informationsdienst und Suchprogramm, das im Internet Daten sammelt, ordnet und dem Nutzer wieder zur Verfügung stellt. Dieser Dienst ist zum größten Teil durch Suchmaschinen und Kataloge abgelöst worden und hat heute kaum noch Bedeutung.

H

 Header 

Newsbeiträge bestehen neben dem eigentlichen Text (auch Body genannt) noch aus sogenannten Headern. In diesen Headern befinden sich Informationen, die erforderlich sind, um den reibungslosen Austausch der Newsbeiträge zwischen den Newsservern zu gewährleisten. Außerdem befinden sich in den Headern Merkmale, die einen Artikel eindeutig identifizieren und/oder einen Artikel als Antwort auf einen anderen Artikel referenziert. Der Aufbau der Header ist in den Rfc's (Request for Comments) 850 und 1036 festgelegt.
Siehe auch: Die Kopzeilen einer Nachricht

 

 Host 

Gastgeber. Ein Rechner, der Daten und Dienstleistungen zur Verfügung stellt.

 

 Hoax 

Falsche Vierenwarnung

 

 HTML 

Hyper Text Markup Language
Die Sprache, in der Internetseiten erstellt werden. Es handelt sich um eine Sammlung von genormten Formatierungsanweisungen, die der Ersteller einer Seite benutzt, um Darstellung und Positionierung von Text, Grafiken und anderen Elementen auf der Seite feszulegen. Der Browser liest diese Anweisungen aus und stellt die Seite dann beim Betrachter exakt so dar, wie dies der Ersteller der Seite beabsichtigt hatte.

 

 HTTP 

Siehe NNTP

I

 IP 

Abkürzung für Internet Protocol. Technische Richtlinie, die dafür sorgt, daß Internetinhalte unabhängig vom jeweiligen Betriebssystem ausgetauscht werden können.
Siehe auch NNTP.

 

 IRC 

Abkürzung für Internet Relay Chat. Eine Art Konferenzschaltung im Internet, mit der mehrere Nutzer in Echtzeit miteinander kommunizieren können. IRCs gibt es für alle möglichen Themen.

J

 Junk-Mail 

Unerwünschte Nachrichten.

K

 Killfile 

Ein Killfile ist eine lokale, nichtöffentliche Datei, die Namen oder E-Mail Adressen von anderen Usenetteilnehmern enthält. Der Betreiber dieser Datei trägt in dieses Killfile all jene Usenetteilnehmer ein, deren Beiträge er nicht lesen möchte. Dessen Newsreader wertet diese Datei aus und unterdrückt automatisch die Beiträge dieser Autoren.
(Siehe auch: Scorefile und Plonk)

 

 Klammeraffe 

@-Zeichen, gesprochen wie das englische "at". Wird in der E-Mail Adresse und in der Message-ID verwendet, um den DomainPart vom Rest der Adresse maschinenlesbar zu trennen.

L

 Logfile 

Datei, mit der die Online-Aktivitäten der Nutzer eines Teledienstes protokolliert werden. Logfiles werden zu Abrechungs- oder Marktforschungszecken erstellt. Sie werden aber auch von den Jusitsbehörden ausgewertet, um Rechtsverstöße aufzuklären.

 

 Lurker 

Usenetteilnehmer, der sich nicht aktiv an Diskussionen beteiligt, sondern nur mitliest und damit unbemerkt und unerkannt bleibt.

M

 Mailbox 

Elektronisches Postfach, welches ankommende Nachrichten für den Abruf durch den Nutzer speichert.

 

 Mailing-Listen 

Ein privates Diskusionsforum. In Mailing-Listen schließen sich mehrere User zu Gruppen zusammen und tauschen sich mittels E-Mail aus. Eine E-Mail an die Gruppe wird an alle Teilnehmer verschickt, die in der Mailing-List eingetragen sind.

 

 Message-ID 

Um Verwechslungen auszuschließen und einen Artikel eindeutig zu identifizieren, wird jeder Newsbeitrag mit einer Message-ID versehen. Diese Kennung ist so individuell, daß es weltweit keinen zweiten Newsbeitrag gibt, der die gleiche Kennung trägt. Die Message-ID wird entweder vom Newsserver oder vom Newsreader erzeugt und als Header in den Kopf des Newsbeitrages geschrieben.

Die Message-ID wird oft dazu benutzt, einen bestimmten Artikel anderen Teilnehmern zum Nachlesen anzubieten. Diese können den Artikel anhand der Message-ID in Datenbanken wie Google auch noch nach Jahren wiederfinden. Beispiel: Kopieren Sie diese Message-Id...

<Result-Einrichtungsrichtlinien-1999-02-05.1@dana.de>

...in Ihre Zwischenablage (Windows:  Strg-C ) und fügen Sie sie in der erweiterten Suchmaske von Google in das Feld "Beitrags-ID" oder in das folgende Feld ein (Windows:  Strg-V ). Sie werden den Newsbeitrag finden, der auch auf der Seite www.realname-diskussion.info/wasistrn zu sehen ist.

Beachten Sie bitte, daß Outlook Express einer Message-ID grundsätzlich ein  Mailto:  voranstellt, wenn sie die MID aus einer Kommunikationsanwendung heraus kopieren. Die MID in der Zwischenablage sieht dann bspw. so aus:

Mailto:Result-Einrichtungsrichtlinien-1999-02-05.1@dana.de

Löschen sie dieses  Mailto:  unbedingt, ehe sie die MID-Anfrage an Google senden, weil Sie sonst die Nachricht nicht finden werden. Weitere Informationen über Identifizierungsmerkmale von Newsbeiträgen finden Sie auch auf der Seite pseudo.htm.

 

 MIME 

Multi-Purose Internet Maill Extentions (siehe Attachment). Dateianhang für E-Mails und News mit umgewandeltem Textformat. Gängige Verfahren: UUEncode, UUDecode, BinHex. Kodierungsverfahren, mit dem sich Multimedia-Inhalte versenden und empfangen lassen: Bilder, Videos und Sound- Dateien werden als Attachment verschickt.

 

 Moderator, Moderation 

Es gibt im Usenet Newsgroups, die ein direktes und ungeprüftes Veröffentlichen von Artikeln nicht erlauben. Dieses sind sog. moderierte Newsgroups. Artikel die an den Newsserver geschickt werden und an eine moderierte Newsgroup adressiert sind, werden von der Software des Servers abgefangen und per E-Mail an die zuständige Moderation geschickt. Die Moderatoren entscheiden dann darüber, ob der Artikel der sog. Charta der Gruppe entspricht und veröffentlicht (approved, engl.: gebilligt) werden kann.

Beispiele für moderierte Newsgroups sind de.newusers.questions oder de.newusers.infos 

Siehe auch: <http://dnq.priggish.de> (WebSite der de.newusers.questions Moderation).

 

 Multi-Post 

Das Versenden eines Postings gleichen Inhaltes an mehrere Newsgroups. Im Gegensatz zum X-Post handelt es sich beim Multi-post um jeweils individuelle Postings mit unterschiedlicher Message-Id aber gleichem Inhalt.

N

 Netcop 

Zusammengesetztes Wort aus Net und Cop (engl.:Polizist). Als Netcop werden im Usenet Leute bezeichnet, die es sich zur Gewohnheit gemacht haben, andere unablässig auf Fehler hinzuweisen und dadurch negativ auffallen.

Siehe auch: Satire von Hubert Leitz

 

 Netiquette 

Zusammengesetztes Kunstwort aus Net und Ettiquette. In der Kirchwitz-Netiquette sind Verhaltensempfehlungen für die Teilnahme im deutschsprachigen Usenet festgehalten. Es handelt sich um einen privaten Text von Andreas M. Kirchwitz.

 

 Netzien 

Zusammengesetztes Kunstwort aus Net und Citizen: Netzbewohner.
Regelmäßige Teilnehmer bzw. Benutzer des Usenet.

 

 Newbie 

Usenetteilnehmer, der erst seit kurzem dabei ist. Neuling, Greenhorn.

 

 Newsgroup 

das Usenet ist nach Themen gegliedert. Zu fast jedem Themenbereich gibt es eine eigene Gruppe, die man dann als Newsgroup bezeichnet. So werden Themen rund ums Fahrrad z.B. in der Newsgroup de.rec.fahrrad behandelt, während man in de.rec.tiere.aquaristik über die Aquaristik diskutiert. Ein Verzeichnis der verschiedenen Gruppen findet sich hier:

Die Gruppen der de.-Hierarchie
Die Gruppen der de.-Hierarchie incl. der Chartas
Die Gruppen der alt.-Hierachie

Insgesamt gibt es etwa 12.000 Newsgroups, davon c.a. 500 deutsche.

 

 Newsreader 

Ein Newsreader oder auch Newsclient ist die lokal benutzte Software eines Usenetteilnehmers. Der Reader ermöglicht sowohl die Kontaktaufnahme zum Newsserver, das Herunterladen und Anzeigen von Newsbeiträgen, als auch das Verfassen und Hochladen eigener Beiträge auf den Server. Weitverbreitete Newsreader sind z.B. Outlook Express, Forte Agent oder XNews.

 

 Newsserver 

Siehe Server

 

 NNTP 

HTTP Hypertext Transfer Protocol
SHTTP Secure Hypertext Transfer Protocol
PPP Point to Point Protocol
TCP Transmission Control Protocol
IP Internet Protocol
STMP Simple Mail Transfer Protocol
SLIP Serial Line Internet Protocol
FTP File Transfer Protocol
IMAP Internet Message Access Protocol
Abküzung von Network News Transfer Protocol. In dieser technischen Richtlinie ist festgelegt, auf welche Weise der Datenaustausch zwischen den Newsservern untereinander, aber auch zwischen den Newsservern und den Newsreadern abläuft. Nur wenn sich alle Glieder in der Kette an dieses Protokoll halten, ist ein reibungsloser Datenaustausch unabhängig vom Betriebssystem gewährleistet.

In anderen Datendiensten gibt es entsprechende Protokolle

 

 NUA 

Abküzung von News User Agent.
Siehe Newsreader.

P

 Plenken 

Satzzeichen wie Punkt, Doppelpunkt, Komma, Ausrufezeichen, Fragezeichen, Semikolon etc. werden nach der deutschen Rechtschreibung ohne Leerzeichen unmittelbar an das jeweils letzte Wort angefügt. Tut man das nicht und fügt zwischen dem Wort und dem Satzzeichen ein Leerzeichen ein, so nennt man das Plenken. Beispiel:

Dieses nennt man plenken !

Und so ist es richtig!

Das auf diese Weise freigestellte Satzzeichen wird bei automatisch eingestelltem Zeilenumbruch des Newsreaders dann u.U. in eine neue Zeile übernommen, was nicht nur unschön aussieht, sondern auch für Verwirrung sorgen kann. Sie sollten das Plenken daher vermeiden.

Plenken geht auf das englische Wort blank (eng.: leer) zurück. Vermutlich wurde es im deutschsprachigen Raum als blanken übernommen und hat sich dann im Laufe der Zeit zum jetzigen plenken entwickelt.

 

 Plonk 

Das Wort Plonk soll symbolisch das Geräusch beschreiben, welches entsteht, wenn der Name eines Usenetteilnehmers auf dem Boden des Killfiles aufschlägt.

Wenn Person B also von Person A geplonkt wurde, so bedeutet das nichts anderes, als daß Person A die Beiträge von Person B für nicht lesenswert hält und künftig nicht mehr lesen will.

 

 Posten, Posting 

Das Versenden einer Nachricht als E-Mail oder als Newsbeitrag bezeichnet man als Posten. Der Artikel bzw. die Nachricht selbst wird dann als Posting bezeichnet. Als Ausgangsposting wird die erste Nachricht eines neuen Threads, also der Auslöser einer neuen Diskussion bezeichnet.

 

 Provider 

Unter dem Access-Provider versteht man den Diensteanbieter, der den technischen Zugang ins Internet oder Usenet über seine Hardware ermöglicht. Unter Content-Provider versteht man Anbieter von Inhalten, also z.B. den Betreiber einer Webseite. Der Service-Provider bietet Dienste im Netz an, z.B. stellt er den Speicherplatz zur Verfügung, den man benötigt, um eine Webseite zu betreiben. Für das Usenet ist wichtig zu wissen, daß man als Autor von Usenetbeiträgen nicht zum Content-Provider avanciert, da die Kommunikation im Usenet Individualkommunikation darstellt.

Q

 Quote, Fullquote 

Als Quote oder Quoting bezeichnet man das Zitieren des Teils eines Postings, auf den man sich mit seiner Antwort bezieht. Durch das Zitieren des Bezugstextes wird dem Mitleser das Verfolgen der Diskussion wesentlich erleichtert.

Es hat sich als Vorteilhaft erwiesen, seine Antworten unmittelbar unter den Textabschnitt zu setzen, auf den man antwortet. Textabschnitte des Vorposters, auf die man nicht antworten möchte, sollte man löschen. Die Texte des Vorposters sind an einem vorangestellten Quotingzeichen (meist ein > ) zu erkennen, welches die meisten Newsreader beim Antworten automatisch einfügen. Eine Konversation könnte so aussehen:

Gerd Steinbeisser wrote:

> Das Wetter in Ostfriesland spielt derzeit verrückt, ich
> bin schon in den Friesennerz hineingewachsen!
Das ist nicht nur bei euch so, auch bei uns in Bayern
regnet es fotwährend!
> Wenn das nächstes Jahr wieder so ist, dann verlege ich
> meinen Wohnsitz nach Bayern.
Davon rate ich Dir ab, s.o.: Bei uns ist es auch nicht besser.

Gruß Michael

Die ursprüngliche Posting kam von Gerd Steinbeisser. Michael hat darauf geantwortet und die Textstücke zitiert, auf die er antworteten wollte. Erkennbar sind die zitierten Textpassagen am Quotingzeichen. Gerd Steinbeissers ursprüngliches Posting war natürlich viel länger (was hier nicht zu sehen ist). Da Michael aber nicht auf alles eingehen wollte, hat er den Rest einfach nicht mitzitiert.

Als Fullquote bezeichet man das Zitieren des gesamten Artikels auf den man antwortet, siehe auch: TOFU.

R

 Realname 

Als Realname wird im de.-Usenet mindestens ein ausgeschriebener Vorname und der Nachname bezeichnet, siehe wasistrn.htm.

 

 Regular 

Das Wort Regular (engl.: regelmäßig) bezeichnet Usnetteilnehmer, die sich in bestimmten Gruppen regelmäßig zu Wort melden und daher als erfahrene Teilnehmer gelten. Die Bezeichnung als Regular hat nichts mit Regulieren zu tun.

 

 ROT13 

ROT ist die Abkürzung für rotate (engl.: rotieren). ROT13 ist eine Art Verschlüsselung, die den Text in einem Artikel um 13 ASCII-Zeichen rotiert bzw. verschiebt. Aus dem Wort Fensterbrett wird z.B. Srafgreoergg. Dies bewirkt, daß der Text nicht ungewollt oder unbewußt gelesen werden kann. Auf diese Weise kann man z.B. Sportergebnisse posten, ohne denjenigen Mitlesern den Spaß zu nehmen, die sich das Spiel noch in der Wiederholung ansehen wollen.

S

 Scorefile 

Ein Scorefile ist eine lokale, nichtöffentliche Datei, die Artikel anhand eines Punktesystems bewertet. Der Betreiber dieser Datei legt dabei die Kriterien fest, nach denen Beiträgen Minus- oder Pluspunkte vergeben werden, z.B. Zeilenlänge, bestimmte Worte oder Headereinträge. Der Newsreader wertet diese Datei aus und unterdrückt automatisch Beiträge, die 0 oder weniger Punkte haben.
Siehe auch: Killfile.

 

 Server 

Meist ein externer Computer, der die angefragten Beiträge bereitstellt und angebotene Newsbeiträge entgegennimmt und weitervebreitet.

 

 Signatur 

Eine Signatur ist eine i.d.R. vom Inhalt der Nachricht unabhängige Information, die der Verfasser eines Newsbeitrages verbreiten möchte. Denkbar sind lustige Sprüche, Adresse und Telefonnummer oder Links auf Webseiten. Es hat sich eingebürgert, daß die Signatur aus maximal 4 Zeilen besteht.

Die Signatur wird üblicherweise mit zwei Minuszeichen und einem Leerzeichen vom eigentlichen Inhalt abgetrennt (Diese Zeichenkombination nennt man Sigtrenner).

 

 Smiley 

Siehe Emoticon.

 

 Spam 

Als Spam bezeichnet man unerwünschte Massenpostings oder Massenmails.
Siehe auch EMP.

 

 SysOp 

Abkürzung für System operator. Systemverwalter, der in Netzwerken uneingeschränkte Zugriffsrechte hat.
Siehe auch Admin.

T

 Thread 

Die Sammlung aller Kommentare und Followups auf ein Ausgangsposting in einer Newsgroup.

 

 TOFU 

TOFU bedeutet Text Oben, Fullquote Unten. Während es sich im E-Mail Verkehr eingebürgert hat, neben der Antwort auch die ursprüngliche E-Mail als Anhängsel zurückzusenden, gilt diese Art des Antwortens im Usenet als Unsitte, da die Nachrichten auf diese Weise immer länger werden.

Siehe auch: Quote

 

 Troll 

Als Troll bezeichnet man Postings, die offensichtlich nur der Provokation dienen.

Siehe auch: Satire von Hubert Leitz

U

 Unicode 

Zeichensatzstandard, der 1988-1991 vom Unicode-Consortium entwickelt wurde, um Zeichen aus allen Schriftsprachen der Welt mit nur einer Zeichensatztabelle darstellen zu können. Bis zur Version 3.0 wurden für die Zeichencodierug 16 Bit benutzt, wodurch 65536 Zeichen dargestellt werden konnten. Als man feststellte, daß 2 Byte nicht ausreichen, wurde im Jahre 2001 mit der Version 3.1 auf vier Byte aufgestockt. Damit können theoretisch 4.294.967.296 Zeichen codiert werden. Das Betriebssystem Windows NT arbeitet mit Unicode.

 

 URL 

Abkürzung für Uniform Resource Locator. Adresse einer Webseite.

W

 Warez 

Illegale Software und Raubkopien, die im Inter- und Usenet auf zahlreichen Servern zum Download angeboten werden, zum Beispiel Appz (Anwendungen), MP3z (MP3-Dateien), Fontz (Schriften), Serialz (Freischaltungscodes und Passwörter von Programmen)

 

 Whois 

Internetdienst, mit dem der Nutzer Namen und Adressen von Domain-Besitzern herausfinden kann, z.B.
www.checkdomain, www.whois.com, www.nick.de oder www.denic.de.

X

 X-Post 

X-Post bezeichnet das gleichzeitige posten eines Newsbeitrages in mehreren Newsgroups. Es handelt es sich daher um ein einziges Posting, welches aber in mehreren Newsgroups zur Angezeige gebracht wird. Aus diesem Grund gibt es für dieses Posting auch nur eine Message-ID im Gegensatz zum Multi-Post.

Ein X-Post ist einfach durchzuführen, indem man in die Adresszeile des Newsreaders einfach die gewünschten Newsgroups - jeweils durch ein Komma getrennt - eingibt.

 

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