FAQ: Realname-Diskussionen

 1.    Wie kann ich Realname-Diskussionen verhindern? 

Zunächst einmal kannst Du Realnamediskussionen vermeiden, indem Du erst gar keine auslöst, siehe Punkt 3. Laufende Debatten kannst Du entweder ignorieren (wenn das alle tun, gibt es keine Diksussion mehr) oder Du leitest sie mit einer Antwort und einem gesetzten X-Post und Followup-To in eine thematisch geeignete Gruppe um und setzt Dich dafür ein, daß das Thema auch dort diskutiert wird.

Auf keinen Fall solltest Du bereits gesetze Followup-To's in eine thematisch geeignete Gruppe ignorieren und selbst OT antworten, denn damit nährst Du ja selbst die Diskussion, die Du verhindern wolltest.

 2.    Wie kann ich Realname-Diskussionen abkürzen? 

Nicht, indem Du sie durch eigene Beiträge nährst!

 3.    Wer ist verantwortlich für die Realname-Diskussion? 

Da sich ein Fromheader nicht selbst thematisiert, ist nach den Regeln der Kausalität [1] derjenige für die Diskussion verantwortlich, der den Fromheader eines anderen Teilnehmers z.B. durch einen Hinweis oder eine Bemerkung zum Thema erhebt.

Wer in einem öffentlichen Kommunikationsmedium ungefragt und OT eine umstrittene Meinung zu einer ihm am Herzen liegenden Angelegenheit äußert, provoziert kontroverse Meinungäußerungen und zeichnet sich somit für aufkeimende Diskussionen verantwortlich.

[1] Kausalität, (von mittellateinisch causalitas: Ursächlichkeit), in der Philosophie der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung. Dieses Verhältnis ist korrelativ, d. h. eine Ursache bedingt eine Wirkung und eine Wirkung ist immer auch auf eine Ursache bezogen. Der Zusammenhang von Ursache und Wirkung wird nach dem lateinischen Wort für Verbindung (nexus) Kausalnexus genannt. Die Vorstellung, dass nichts ohne Ursache geschehe, wird als Kausalitätsprinzip bezeichnet.

 4.    Wo gehört die Realname-Diskussion hin? 

Je nach persönlicher Sichtweise und Auslegung der Chatas ist die Realname-Diskussion in de.soc.netzkultur.misc oder in de.soc.netzkultur.umgangsformen ontopic. Stehen spezielle Aspekte im Vordergrund wäre die Diskussion auch in entsprechenden Fachgruppen, wie z.B. de.soc.datenschutz gut aufgehoben.

http://www.tmt.de/~gramlich/dan-glossar

Themenorientierung bedeutet, daß Gruppen in /de.*/ für Themen und nicht für Personen oder Personenkreise eingerichtet werden. Das heißt insbesondere, daß Diskussionen, die in ihrem Verlauf ihr Thema wesentlich wechseln, in einer anderen, passenderen Gruppe weiterzuführen sind.

 5.    Sind beiläufige Bemerkungen im Rahmen einer Sachantwort erlaubt? 

Selbstverständlich sind sie erlaubt. Der Umstand der Beiläufigkeit ändert aber nichts an dem Zusammenhang zwischen Usache und Wirkung nach Punkt 3. Auch wer nur beiläufig erwähnt, daß er die Erde für eine Scheibe hält, muß damit rechnen, daß seine Meinung aufgegriffen und kontrovers diskutiert wird. Wer nicht wünscht, daß seine Meinung Gegenstand einer öffentlichen Diskussion wird, darf sie nicht öffentlich äußern.

 6.    Kann ich die Realnamediskussion mit einem F'up2[poster] beenden? 

Wer sich öffentlich zu einem Thema äußert, sollte das Recht der öffentlichen Meinungsäußerung auch seinen Diskussionspartnern zugestehen. F'up2p werden aber leider oft dazu mißbraucht, das letzte öffentliche Wort zum Thema zu behalten. Besser ist es, die Diskussion in eine thematisch passende Gruppe (vgl. Punkt 4) umzuleiten, wenn man an dem Thema interessiert ist, oder einfach gar nicht zu antworten, wenn man das Thema nicht diskutieren möchte.

 7.    Ich möchte Realnamen fördern, aber nicht darüber diskutieren. 

Dann solltest Du auf öffentliche Realnamehinweise verzichten und pseudonyme Teilnehmer entweder konsequent ignorieren oder in persönlichen Mailkontakt mit ihnen treten.

 8.    Ich möchte das nicht außerhalb meiner Stammgruppe diskutieren. 

Es bleibt Dir unbenommen, Umleitungsversuche in eine thematisch geeignete Gruppe zu vereiteln und Dich weiterhin OT in Deiner Lieblingsgruppe zu äußern. Damit übernimmst Du aber die alleinige Verantwortung für die OT-Diskussion in Deiner Stammgruppe und verwirkst Dir das Recht (i.S. eines moralischen Anspruchs), Dich über diese Diskussion zu beschweren.

Startseite   Winfried Wacker 2006