Der Dauerkonflikt im deutschsprachigen Usenet:
Identität <Pseudonymität> Anonymität
n den de.- Gruppen des
Usenet wird es als höflich angesehen, den sogenannten Realname, also den standesamtlich
eingetragenen Namen zu verwenden. Führt man sich jedoch vor Augen, daß Beiträge,
die in das Usenet eingestellt werden an ein unbekanntes Millionenpublikum gerichtet werden,
muß man einräumen, daß die Angabe des bürgerlichen Namens vor diesem
Hintergrund nicht jedermanns Sache ist.
So kommt es, daß die eine Gruppe der User die Nichtangabe des realen Namens als
unhöflich betrachtet, während die andere Gruppe, die Forderung nach dem
Realname als unhöflich empfindet.
m es vorweg zu nehmen:
Der Verfasser dieser Website bezieht hier Stellung für die Seite
derer, die unter einem Pseudonym oder in anderer Weise entpersonifiziert am Usenet teilnehmen
wollen. Der Grund ist einfach: Der Wunsch, die reale Identität von den Inhalten der Beiträge zu
trennen, um sich z.B. vor unerwünschten Belästigungen zu schützen, wiegt faktisch schwerer,
als die Bitte um Einhaltung der in einem öffentlichen Medium befremdlichen und
unangemessenen Höflichkeitsformel des namentlichen Vorstellens.
Denn während man im persönlichen Gespräch oder in kleiner Runde die Zuhörer
meist kennt und so auch entscheiden kann, wem man was über sich mitteilt, bleibt einem die
Leserschaft im Usenet vollkommen unbekannt, denn es sind die wenigsten, die sich direkt an einer
Diskussion beteiligen, während die unbekannte Mehrheit einfach nur mitliest und anonym bleibt.
Die Diskussion um die Durchsetzung des Rechts auf
Anonymität im Internet zeigt, daß inzwischen auch Selbstverständliches der
Begründung und Verteidigung bedarf.
Dr. Helmut Bäumler
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So kann der Verfasser eines Usenetbeitrages nie wissen, von wem, wann und wo seine Beiträge
gelesen werden und wie die darin enthaltenen, u.U. persönlichen Informationen ge- oder
mißbraucht werden. Erschwerend kommt hinzu, daß die Artikel in kommerziellen und privaten
Archiven dauerhaft gespeichert und jederzeit abgerufen werden können. Vorsichtige Menschen
könnten sich diesen Unabwägbarkeiten entziehen, indem sie das Usenet meiden.
Die Alternative heißt:
Pseudonymes Schreiben.
alls Sie das Usenet noch nicht kennen oder
zufällig auf diese Seite gekommen sind und das Problem nicht nachvollziehen können, dann lesen Sie bitte
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